Absinth |
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| Wann, wo und wie die lange Geschichte des Absinth begann | |||||||||||||||
Die Hauptsubstanz des Absinth, der Wermut, ist eine Art Heilkraut, das zur Gruppe der Beifusskräuter (Artemisia Kräuter) gehört und eine Jahrtausende lange Karriere als solches hat. Seinen Ruf, ein hervorragendes Mittel gegen Magenbeschwerden zu sein, hat er früh genug und verdienterweise bekommen. Da der Wermut mit berühmten Namen wie Hippokrates und Hildegard von Bingen im Zusammenhang gebracht wird, ist es leicht verständlich, dass er sehr wohl wirklich mit Heilen zu tun gehabt hat. Die Geschichte des Absinths hat damit begonnen, dass Wermutblätter zum Weinherstellen mit Trauben vermischt und vergoren wurden. Die heutigen modernen Wege der Beimischung von Wermut erfolgen über Herstellung von Extrakten bzw. Tinkturen aus Wermut. Das berühmte alkoholische Getränk hat eine sehr lange und rumreiche Geschichte. Seine Wurzeln sind in der Schweiz, das Land der Kräuter, zu finden, wo es schon Mitte des 18. Jahrhunderts im damaligen Fürstentum und heutiger Kanton Neuenburg (französisch Neuchâtel) das Licht der Welt erblickte. Seine „Karriere“ hat es (in unserer modernen Ausdrucksweise gesagt) als Mischgetränk begonnen: die damaligen Weintrinker haben ihren Wein mit Wermut zu würzen begonnen. So ist die Urrezeptur in der Schweiz beheimatet. Da damals das heutige gültige Urheberrecht noch nicht erfunden war, teilen sich den Titel Urheber der Absinth Rezeptes mehrere Personen! Und weil sie keine Chance mehr haben, ihre Rechte durchzusetzen, müssen im Namen der Gerechtigkeit alle erwähnt werden! Da ist zuerst der Landarzt Pierre Ordinaire zu erwähen, der das „élixir d’absinthe“ erfunden und seine Patienten damit behandelt hat. Als sein Nachfolger soll die Familie Henriod aus Couvet ein nach seiner Rezeptur erstelltes und als Heilmittel erklärtes Getränk in Apotheken vertrieben haben. Aber auch die tüchtige Suzanne-Marguerite Motta (liebevoll als „Mutter Henriod“ gerufen), die Ehefrau des Gastwirtes Henry-Francois aus der Familie Henriod, beansprucht das Recht, die Erfinderin des Absinths zu sein. Die „Lizenz“ Absinth zu produzieren hat schließlich 1797 Major Dubied von der Familie Henriod erstanden, um gemeinsam mit Sohn Marcellin und Schwiegersohn Henri Louis Pernod (ein Name, der bis heute bekannt ist!) die erste Absinth-Brennerei zu gründen. Mit bescheidenen 16 Liter pro Tag hat die Brennerei ihre Produktion gestartet, um ihre ersten Kunden in Frankreich zu beliefern. Nach wenigen Jahren, in 1805, hat dann Henri Louis Pernod seine Brennerei nach Pontarlier - Frankreich - verlegt, wo er schon imstande war, 400 Liter pro Tag zu brennen. Die Nähe zu seinen Kunden hat ihm auch die damaligen zeitraubenden Zollformalitäten erspart. Global denken und handeln - Produktionsstandort wechseln! - würde es heute heißen! |
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Weitere Informationen: Absinth-Liebhaber | Absinth-Shop |
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